Emanuel Petrusic – Handball-Rookie aus Schwaz Marke Eigenbau

Ein waschechter Tiroler. 2001 in Innsbruck geboren und nach Zwischenstopp in Hall in Tirol nach Schwaz übersiedelt. Er studiert aktuell Englisch und Latein auf Lehramt und ist bereits in seiner noch so jungen Karriere schon eine fixe Größe bei Handball Tirol.
Emanuel, ein Jungspund und äußerst sympathischer Typ, wie man ihn vermutlich an mehreren Ecken dieses Landes antrifft, erzählte mir über sich und seine Leidenschaft für Handball.

20 Jahre | 193 cm | 100 kg Rückraum rechts | Rückennummer 6
Startrampe “Fußball”

Emanuel besuchte in Schwaz die Volksschule Hans-Sachs. Mit 5 Jahren hat er, wie viele Freunde seines Alters auch, begonnen Fußball zu spielen. Als talentierter Goalie hat er schon damals beachtliche Erfolge erzielt. Unter anderem stellte er im LAZ (Landesverbandsausbildungszentrum) sein fußballerisches Können unter Beweis.

Nach der Volksschule hat Emanuel den Weg ins Paulinum in Schwaz gefunden, was ihm später auch Tür und Tor zum Handball-Sport öffnen sollte. Dort ist er im Turnunterricht nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch sein Wurftalent aufgefallen.

Eine Zeit lang konnte er sich noch für beide Sportarten begeistern. LAZ-Training, Vereinstraining (Fußball) und Handball-Training. Ganz schön viel, denn mit 9 Trainings die Woche waren dabei die körperlichen Kapazitäten schon sehr oft ausgeschöpft. Doch die Begeisterung für Handball wurde mehr. Das LAZ-Training ließ Emanuel dann schon mal “sausen”. Da waren es nur noch zwei – doch irgendwie musste schließlich eine Entscheidung her:

Mit 13 Jahren hat er dann endgültig die Fußballstollen gegen ein Hallenprofil eingetauscht und sich zu 100 Prozent dem Handball in Schwaz verschrieben.

(Foto: sc-schwaz.at)

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Zwischendurch ist auch einmal Ablenkung angesagt. Zum Beispiel beim Tischtennis-Duell im Handball Schwaz-Office mit Richy Wöss.
Der “Aha”-Moment

Einer der prägendsten Momente in Emanuels Handball-Laufbahn war wohl jener, den er in der U11/U12 erfahren durfte. Bei der damaligen Staatsmeisterschaft hat er zum ersten Mal eine eindrucksvolle Vorstellung in Form von hochkarätigen Matches bekommen, wie stark Handballer schon in jungen Jahren sein können. Die Handball-Matches und die damit verbundene Leidenschaft zum Handballsport, haben Emanuels Perspektive gänzlich verändert. Emanuels Team war bei dieser Staatsmeisterschaft nur Vorletzter. Kein besonders erfolgreicher Moment. Aber auf jeden Fall der Moment, an dem Emanuel wusste, dass Handball in seinem Leben eine ganz große Rolle spielen wird.

Mentale Stärke als psychischer Polster

Neben den sportlichen Fähigkeiten spielt auch die mentale Fitness eine entscheidende Rolle. Gerade dann, wenn man sich im Leistungssport bewegt und Konstanz von einem gefordert ist. Sich gedanklich immer wieder neu zu motivieren und dabei aber immer das Ziel vor Augen zu haben, das nächste Spiel nicht nur zu bestreiten, sondern auch gewinnen zu wollen, ist hier eine ganz besondere Herausforderung. Sich dabei aber gleichzeitig auch eine gewisse Lockerheit und Coolness zu bewahren, das ist Emanuel ganz wichtig.

Energiequelle Ernährung

Im Jugendnationalteam setzte sich Emanuel mit den Themen Lebensmittel und Nährstoffe intensiv auseinander. Zu besonderen Trainingszeiten wog er dabei sogar jede einzelne Zutat penibel genau ab, dass er im Besten Fall auch die notwendigen Sollwerte erreichte. Aus diesen Phasen heraus hat er schließlich auch seinen persönlichen goldenen Mittelweg in Sachen Ernährung gefunden, um diesen auch bestmöglich in seinen Alltag zwischen Studium und Handballtraining miteinzubeziehen. Mit der Zeit lässt es sich dann gut abschätzen, wieviel Kohlehydrate, Eiweiße usw. man benötigt und man weiß, dass Zucker und Fett nur in Maßen relevant sind, wie mir Emanuel erzählte. Brot, Kartoffel, Reis oder Nudeln sind bei jeder Mahlzeit für ihn die Kohlehydrat-Lieferanten Nr. 1. Dennoch kommt es auch bei Emanuel manchmal zu der ein oder anderen Heißhunger-Attacke. Da werden schon mal 2 Tafeln Schokolade und eine Packung Chips am Stück verputzt.

,,Freundschaften an den guten Stellen stattfinden lassen"
Träume zulassen und an sich glauben

Geduld und Beständigkeit sind überall dort relevant, wo man gut werden will. Das Wichtigste ist aber, dass man seine Träume nicht loslässt und an sich glaubt. Gerade in Zeiten der Pubertät, in der man von Freund*innen und dem Ausgehen abgelenkt wird…

Dabei dennoch den Fokus auf das Wesentliche zu behalten, ist oft nicht einfach. Man muss darauf schauen, dass die Freundschaften an den guten Stellen stattfinden, um nicht zu sehr abgelenkt zu werden. Die persönliche und sportliche Entwicklung kommt dann von selbst.

Wohin geht die Reise?

Das letzte Jahr mit enorm vielen Spielanteilen ist für Emanuel schneller gekommen als er dachte. Die Freude darüber ist natürlich enorm groß, beim HLA MEISTERLIGA Team in Schwaz als fixer Bestandteil mit regelmäßigen Einsatzzeiten aufwarten zu können. Wenn er an die Zukunft denkt, lässt er diese erst einmal auf sich zukommen. Er fühlt sich extrem wohl hier in der Silberstadt Schwaz. Sein persönlicher Wunsch ist es auch, Handball Schwaz so weit wie möglich an die Spitze zu bringen. Aber was die Zukunft noch für ihn bereithält, daran wollte der 20-jährige Handball-Rookie vorerst keinen Gedanken verschwenden. 

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FaSZination Handball

Die Verbundenheit zur Stadt Schwaz und den Menschen, die in der Region leben, ist irrsinnig groß. Wenn man beispielsweise die vollen Zuschauerränge bei den Heimspielen in der Osthalle sieht, dann gibt einem das einen echten Motivations-Booster. Aber auch die Region Schwaz sozusagen als Sport-Botschafter in positiver Art und Weise nach außen zu tragen und präsentieren zu können, fasziniert Emanuel immens.

Suche nach der sportlichen Begeisterung

Die Welt ist zunehmend digitaler, ohne Zweifel. Doch wie schaut der Tipp von Emanuel an junge Menschen aus, sich für die sportliche Seite zu begeistern?

Ausreichend Bewegung, körperliche Fitness und natürlich bestenfalls damit beginnen, Handball zu spielen, um möglicherweise junge talentierte Kids zum Handballsport zu bewegen. Man sucht sich dabei einfach seine persönliche Begeisterung. Das wichtigste ist allerdings, dass man bei dieser Sache Freunde findet. Freundschaften verbinden. Man geht da gerne hin, auch wenn nicht immer die Sonne scheint.

Ein wundervoller Gedanke, der den ein oder anderen vielleicht nun auch wieder zu etwas mehr Bewegung motiviert. Vielen Dank Emanuel und noch viel Erfolg in deiner zukünftigen Handball-Karriere!

Wenn du mehr über Handball Tirol erfahren willst, dann findest du HIER den Link oder warte auf meinen nächsten Beitrag. Solltest du übrigens Fragen an den Verein oder direkt an Emanuel haben, dann schreib mir gerne in den Kommentaren.

Alex
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