Handball Tirol – eine faSZinierende Geschichte mit Tradition!

Wie ist Handball eigentlich entstanden?

Der Handballsport blickt auf eine über 100 Jahre alte Geschichte zurück. Wir schreiben das Jahr 1915, in dem ein deutscher Turnlehrer Namens Max Heiser das Ballspiel “Torball” erfand, was zur damaligen Zeit allerdings lediglich das weibliche Pendant zu Fußball war, da es gänzlich ohne Zweikämpfe und Köperkontakte stattfinden sollte. Erst wenige Jahre später wurde Torball auch zur Männersportart. Schließlich wurde aus Torball dann Handball.

Lange Zeit wurde Handball auf Rasenplätzen, so groß wie Fußballfelder mit der gleichen Anzahl an Spielern wie im Fußball ausgetragen, ehe es in den 60er Jahren sukzessive erst auf kleinere Spielfelder mit weniger Spielern und schließlich in die Halle verlagert wurde. Schlussendlich kam man beim Spielfeld bei einer Größe von 40 x 20 Meter und 6 Feldspieler + 1 Torwart zu liegen.

Etwas komplexer wird es dann schon mit den Handballregeln. Wer sich aber näher damit beschäftigen will, kann sich HIER in kurzer Zeit einen recht guten Überblick verschaffen.

 

(Titelbild: Gründerteam der TU Schwaz 1946)

Osthalle als „Hoamat“ für Handball Tirol
"Leute, i glab do brennt wos"

Mit diesen Worten löste der Pressesprecher Daniel Naschberger 2015 einen Großeinsatz mehrere Feuerwehren in der Region aus. Er war gerade noch mit Schreibarbeiten nach einem Heimspiel beschäftigt, als er einen intensiven Brandgeruch aus dem Saunabereich wahrgenommen hatte, wie mir Maria erzählte. Der Brand dürfte damals wohl auf einen technischen Defekt zurückzuführen gewesen sein. Im Zuge dessen hat es bereits die ersten größeren Renovierungen in der Halle gegeben. Weitere Renovierungen standen zum späteren Zeitpunkt dann in der Kampfmannschaftskabine am Plan. Grundsätzlich war schon die Rede von größeren Umbauten, aber aufgrund der Dringlichkeit hat man sich zur Sanierung der bestehenden Halle entschieden. Dass die Halle in erster Linie ihren Zweck für Schülerinnen und Schüler erfüllen sollte, war klar. Dass daraus dann dennoch eine absolut großartige Sporthalle wurde, in der von nun an Sparkasse Schwaz Handball Tirol ihre Heimstätte gefunden hat, freute die Handballfamilie jedoch ganz besonders.

Welche Rolle spielen dabei dann aber das ULZ Schwaz oder das UHC Paulinum?

Für das Union Leistungszentrum (ULZ) Schwaz steht die Vermittlung des Handballsports im Vordergrund – an Menschen von jung bis alt, von groß bis klein. Und das schon seit nahezu 75 Jahren.

Anders dabei die Rolle des Union Handballclub (UHC) Paulinum. Dort wurde 2005 für Kinder und Jugendliche in Form eines Hortes ein richtig umfangreiches Angebot geschaffen, sich nicht nur pädagogisch zu entwickeln, sondern eben auch die Freude an der Bewegung für sich zu entdecken und diese in den vielfältigsten Übungen und Ausprägungen auszuprobieren. Die Kooperation zwischen Schule, Stadt und Verein ermöglichte somit das Handballspielen für jede Schülerin und jeden Schüler. Jede Schwazer Schülerin bzw. jeder Schwazer Schüler hat die Möglichkeit den Hort zu besuchen. Weitere Informationen erhält man dazu auch telefonisch unter +43/650/6089932 oder per Mail an office@uhc-paulinum.at.

,,Was in einer Ehe als „Kronjuwelen-Radium-Hochzeit“ gefeiert wird, wurde 2021 im Oktober zwischen Handball Tirol und der Silberstadt Schwaz gefeiert."
75 Jahre Handballsport
in Schwaz

Handball Tirol - Heimat für 5 Vereine

Für all jene, die sich über die verschiedenen Vereine und Vereinsnamen auch schon immer gewundert haben, hier ein kurzer Exkurs in Sachen Organisation.

Handball Tirol bildet das Dach über die HIT medalp, Sparkasse Schwaz Handball Tirol und UHC Paulinum. Sparkasse Schwaz Handball Tirol spielt dabei in Österreichs höchster Handball Liga, der HLA MEISTERLIGA (Handball Ligen Austria). HIT medalp Handball Tirol und das Future Team hingegen matchen sich in der 2. Liga, der HLA CHALLENGE Nord/West. Jedes Team der HLA MEISTERLIGA stellt dabei auch ein sogenanntes “Future Team”. Vorrangiges Ziel des Future Teams ist es, Spieler an das HLA MEISTERLIGA-Team heranzuführen. So weit, so gut.

Dem Erfolg von Sparkasse Schwaz Handball Tirol steht ein starkes Team zur Seite, bei dem jedes Mitglied nicht nur seinen Teil dazu beiträgt, sondern weit über den Tellerrand hinaus mit Leidenschaft hinter der Sache steht. So haben beispielsweise viele Spieler der Kampfmannschaft oft auch zusätzliche Aufgaben im Verein. Sei es im Nachwuchsbereich als Trainer oder in Volksschulklassen im Tiroler Unterland, in denen sie Kids die Begeisterung zum Sport und zum Handball vermitteln. Denn der Erfolg beginnt, wie so oft, auch hier bei den Kleinsten. Der ULZ Kindergarten (3-6 Jahre) erfährt hier regelmäßig großes Interesse. Das spannende und zugleich attraktive für die Kids dabei ist, dass man relativ schnell Handballspielen erlernen und spielen kann. Denn schon nach der 1. Unterrichtseinheit wird gematcht. Ganz zur Freude der Kids.Das spannende und zugleich attraktive für die Kids dabei ist, dass man relativ schnell Handballspielen erlernen und spielen kann. Denn schon nach der 1. Unterrichtseinheit wird gematcht. Ganz zur Freude der Kids.

Größte Erfolge in der jüngeren Geschichte
  • Aufstieg in die höchste österreichische Handball Liga 2004
  • ÖHB-Cup-Sieg 2011 (erstmals in der Vereinsgeschichte)
  • Erfolgreichste Saison 2020 (Sieg im Grunddurchgang und Erreichung des Halbfinales)
  • Europacup 2021
Handball Tirol Office
Handball-Office an der Silberstadt Arena

Organisatorisch läuft in der Handball Tirol Geschäftsstelle allerdings nichts ohne Sie. Die Rede ist von Maria Steinlechner. Sie ist dabei Dreh- und Angelpunkt für jegliche Anliegen und Aktivitäten rund um das Handballgeschehen in Schwaz und oft auch weit darüber hinaus. Beim UHC Paulinum setzt sie sich unter anderem mit größter Hingabe für die Förderung von Kindern und Jugendlichen ein. Unterstützt und begleitet wird Maria dabei von Spielern aus dem Handball Team.

Gerald Zeiner – Spielertrainer
Alexander Wanitschek – Mannschaftskapitän Sparkasse Schwaz Handball Tirol, Koordination Volksschulprojekte, Betreuer im Hort von UHC Paulinum
Sebastian Spendier – Office (im Bild rechts)
Richard Wöss – Office, Jugendkoordinator von Schwaz (im Bild links)
Klaus Hauser – Obmann
Thomas Lintner – Obmann Stv.

Future Days – das Handballcamp für sportbegeistere Jugendliche

Future Days – das Handballcamp für sportbegeistere Jugendliche

Gerade im Jugendbereich braucht man immer wieder ein hohes Maß an Kreativität und dazu hat man sich einiges einfallen lassen. Mit den Future Days hat man sich hierzulande schon einen starken Namen gemacht. Ein Handballcamp für 10- bis 15-jährige, das vor 3 Jahren das erste Mal ins Leben gerufen wurde und welches in dieser Art und Weise in Tirol noch nicht vorhanden war. Mitinitiator war der deutsche Sportwissenschaftler, Handball- und EHF-Trainer (Europäische Handball Föderation) Klaus Feldmann, der die Future Days leitet und dabei ein hochkarätiges Jugendcamp mitgestaltet.

2021 waren mehr als 60 Kinder aus allen Landesteilen Tirols dabei. Von den verschiedensten handballerischen Tipps und Tricks über Fragestunden mit Handball-Profi Gerald Zeiner, Sideevents mit Teakwondo oder Flagfootball bis hin zum Brotback-Unterricht reicht das umfangreiche Angebot. Ein Handball-Turnier in der Osthalle in Schwaz bildet dabei den runden Abschluss einer abwechslungsreichen “Future-Days”-Woche.

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Aufstieg der TU Schwaz in die Staatsliga B 1981.
Netzwerk Unternehmer

Neben dem sportlichen Erfolg braucht es zumeist aber auch starke Partner, die einem Verein in guten wie in schlechten Zeiten einen wirtschaftlichen Rückhalt geben. Als einer der ersten Partner zählt die Sparkasse Schwaz zu jenen Unternehmen, die dem Verein schon seit Jahrzehnten die Treue halten. Um genau zu sein, schon seit den 70er Jahren. Damals auch als erster „Dressensponsor“.

Daneben begleiten den Verein eine Vielzahl von regionalen Unternehmen: TIWAG, TIGAS, Stadtwerke Schwaz, Tyrolit, Silberstadt Schwaz, Adler, IKB, Gebäudereinigung Jäger, Tiroler Tageszeitung, Land Tirol, Innsbruck, MORAWA Berchtold, Radiologie Dr. Kastlunger, Unfallpraxis.at, Hörhager, sportsclinic Zillertal, Erima. 

Höchste Priorität, um diese Kooperationen am Laufen zu halten, hat insbesondere der persönliche Kontakt. Dabei bietet beispielsweise gerade der bei den Heimspielen so beliebte VIP-Bereich am unmittelbaren Spielfeldrand die Möglichkeit, ein Spiel hautnah mitzuerleben und gleichzeitig den kommunikativen Raum zum Austausch zu nutzen. Es wird dabei ständig versucht, mit den Partnern eine punktgenaue Werbeform zu erarbeiten, wie zum Beispiel bei den “Wischern” (Reinigungskräfte, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn Schweißflecken nach Fouls rasch zu entfernen sind um wieder für einen guten Bodenbelag zu sorgen), die gebrandet oder eben “powered by” Gebäudereinigung Jäger sind. 

Auf die Frage, welche Möglichkeiten es zur Förderung des Vereines noch gebe, gab es eine ganze Reihe an Vorschlägen. Diese reichen von einer Jugendpatenschaft über klassisches Dressensponsoring für Nachwuchsteams, Unterstützung für den Handballhort, aber auch die aktive Mithilfe an Jugendspieltagen oder bei HLA-Heimspielen bis hin zu Getränkesponsoring oder den Sprit für die Jugendbusse.

Das allerwichtigste sind dabei aber immer noch die Fans, die besonders vor Ort in der Halle den Verein und in weitere Folge die Teams am Spielfeld unterstützen. Und davon gibt es, rechnet man hier Zuschauer, Förderer, Sponsoren usw. hinzu, aktuell an die 5.000 Personen aus dem unmittelbaren Umfeld im Bezirk. Schon eine ganz schöne Fanbase, die sich bislang entwickelt hat.

Handball Tirol wird daher wohl auch in Zukunft das sportliche Aushängeschild in Sachen Handball in der Region bleiben. Davon bin ich überzeugt! 

Alex
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