Die Suche nach dem Gender Pay Gap Österreich

Die Suche nach dem Gender Pay Gap Österreich

Frau flitzt von einem Business-Meeting zum nächsten, dazwischen versucht sie die restlichen To Dos abzuarbeiten und Mails zu beantworten – immer mit dem Blick auf die Uhr, schließlich muss das Kind noch zum Fußballtraining. Frauen haben alle Hände voll zu tun, um Familie und Karriere unter einen Hut zu bekommen. Diese Vereinbarkeit ist nämlich meist noch Frauensache. Aber gerade das ist mitunter ein Grund für den Gender Pay Gap Österreich. Ist das fair? Wohl kaum. Wir haben uns mit Maria Spalt, Kundenbetreuerin der Sparkasse Schwaz, auf die Suche nach dem Gender Pay Gap Österreich gemacht und wertvolle Tipps erhalten, um die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen zu stärken.

Was versteht man unter dem Gender Pay Gap?

Der Begriff Gender Pay Gap bedeutet, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Es ist somit die Lohnlücke zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Frauen und Männern bei Vollzeitarbeit. Im Österreich-Durchschnitt ergibt das eine Differenz von rund 6.000 Euro im Jahr. Multipliziert man diesen Wert mit den Arbeitsjahren, dann beläuft sich das auf ein ganz nettes Vermögen, das Frauen in einem Arbeitsleben vorenthalten bleibt.** Mit diesem Vermögen könnte Frau beispielsweise eine kleine Garçonnière kaufen, so Maria.

Schauen wir uns den Gender Pay Gap Österreich noch etwas genauer in Zahlen an – dieser lag im Jahr 2022 bei 16,9 %*. Das bedeutet, dass Frauen in Vollzeitbeschäftigung im Schnitt um 16,9 %* weniger verdienen als Männer. Umgerechnet sind das 62 Kalendertage, die Frauen unbezahlt arbeiten – oder anders gesagt, jedes 6. Jahr. 

Mein Leben, mein Geld - Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, deine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen?

Altersarmut hat keine Romantik

Dahinter steckt oft ein Teufelskreis, denn zum geringeren Einkommem kommen oftmals noch Lücken im Versicherungsverlauf hinzu. um das Familienleben zu organisieren, treten viele Frauen im Job zwangsläufig oft kürzer und arbeiten in Teilzeit. All diese Faktoren wirken sich negativ auf die Lebenssituation im Alter aus. So sind fast ein Viertel aller Frauen dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt.

Unter anderem glauben nur 23 Prozent aller Frauen, dass ihre Pension ausreichen wird, um sich ihren im Alter angestrebten Lebensstandard leisten zu können. Auch wenn wir alle nicht gerne über das Älterwerden sprechen, sollten wir besser heute als morgen über die richtige Vorsorge nachdenken. Aus den genannten Gründen mache sich Frauen (25%) auch häufiger Gedanken über die Alters- und Pensionsvorsorge als Männer (18%) und setzten sich mit diesem Thema selbstständig auseinander. Die aktuell hohe Inflation befeuert diese Problem weiter, da sie Frauen (29%) vergleichsweise stärker einschränkt als Männer (23%).*

Finanzielle Unabhängigkeit stärker im Blick

Mein Leben, mein Geld! Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, deine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen? Das ist mitunter ein wichtiger Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit. Der Trend zeigt, dass der Stellenwert für finanzielle Freiheit für Frauen in den letzten Jahren bereits signifikant gestiegen ist. Neben Gender Pay Gap, Teilzeitquote, Karenzzeiten und Co, gibt es darüber hinaus noch Nachholbedarf beim Interesse und der Informiertheit in Sachen Finanzwissen. Oftmals herrscht Unsicherheit in Bezug auf Geldthemen und gerade Frauen sind hier in der Eigenwahrnehmung vermutlich häufig kritischer als Männer. In persönlichen Gesprächen, Online-Workshops und weiteren Tools, möchten wir gerade Frauen dabei unterstützen, ihr Wissen rund um das Thema Finanzen zu stärken und ihr Geldleben selbst in die Hand zu nehmen“, erklärt Maria.

Praktische Tipps erhält ihr beim nächsten kostenlosen „she invests“-Online-Event

Frauen, stärkt euer Finanzwissen!

Wie sicher fühlst du dich in puncto Finanzthemen? Was ist dir wichtig und wo hast du noch Nachholbedarf? Finanzwissen von Frau zu Frau bietet unsere Finanzbildungs-Initiative „she invests. Damit trägt die Sparkasse dem stark gestiegenen Bewusstsein der finanziellen Unabhängigkeit sowie dem Wunsch nach persönlichem Kontakt vieler Frauen Rechnung. In Keynotes renommierter Expert:innen und interaktiven Workshops, die explizit auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind, wird das Finanzwissen nachhaltig gestärkt und Themen, wie die finanzielle Sicherheit, Vorsorge und der langfristige Vermögensaufbau mit vielen praktischen Tipps vermittelt. Hier erfährst du wann das nächste kostenlose „she invests-Online-Event stattfindet.

Die Aussicht für eine finanzielle Unabhängigkeit von Frauen bleibt vorläufig weiterhin unzufriedenstellend. Aber es gibt Möglichkeiten den Weg in die richtige Richtung einzuschlagen, um die finanzielle Gesundheit von Frauen zu stärken. 

Alex

Alex

* Zum Studiendesign: Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Meinungsforschungsinstitut IMAS für folgende Umfrage: In der, von 05. bis 22. Dezember 2022 und 02. bis 09. Jänner 2023, durchgeführten Telefon-Befragung wurden die geschlechtsspezifischen Unterschiede rund um Finanzthemen erhoben. Insgesamt wurden 1.350 Interviews in ganz Österreich durchgeführt. Pro Bundesland wurden 150 Personen befragt. Für die Gesamtbetrachtung wurden die Bundesländerergebnisse entsprechend ihrer Größe gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. 

 ** Quelle: Statistik Austria, 2021 

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